{"id":5733,"date":"2007-08-08T11:02:36","date_gmt":"2007-08-08T11:02:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.againstchildtrafficking.org\/?p=5733"},"modified":"2016-03-09T11:04:04","modified_gmt":"2016-03-09T11:04:04","slug":"adoption-ungewisses-schicksal-fur-athiopisches-madchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/old.againstchildtrafficking.org\/archive\/de\/adoption-ungewisses-schicksal-fur-athiopisches-madchen\/","title":{"rendered":"Adoption Ungewisses Schicksal f\u00fcr \u00e4thiopisches M\u00e4dchen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>Date: 2007-08-08<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"mid-col-2x\"><a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/konsole\/otoninfo?id=79472\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/oe1.orf.at\/img\/audio.gif\" border=\"0\" alt=\"Audio\" width=\"51\" height=\"12\" \/><\/a><\/div>\n<div id=\"mid-col-2\">\n<div id=\"mid-col-2x\"><strong>L\u00e4nge:<\/strong> 3:36 min<br \/>\n\u00d61 Mittagsjournal &#8211; Barbara Gansfu\u00df<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"mid-col-2\">\n<div id=\"mid-col-2x\">Das Kind kam nach \u00d6sterreich, und bald stellte sich heraus, dass die Angaben \u00fcber Alter und Herkunft des M\u00e4dchens nicht gestimmt haben. Jetzt ist es in einem Heim in Nieder\u00f6sterreich untergebracht, was mit ihm passiert, ist ungewiss.<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Drama um das M\u00e4dchen aus \u00c4thiopien<\/strong><br \/>\nEs ist ein Drama, das sich rund um das M\u00e4dchen aus \u00c4thiopien abspielt. Vor einigen Jahren wurde das Kind gemeinsam mit einem Buben adoptiert. Die Informationen, die die Adoptiveltern bekamen: die Kinder sind Halbgeschwister, die Mutter des M\u00e4dchens lebt nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Falsche Angaben \u00fcber das Kind<\/strong><br \/>\nSp\u00e4ter stellte sich heraus: die Kinder sind nicht verwandt, das M\u00e4dchen ist um einiges \u00e4lter als angenommen, die Mutter des M\u00e4dchens lebt.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4dchen lebt im Heim<\/strong><br \/>\nDie Adoptiveltern kamen mit dem M\u00e4dchen nicht mehr zurecht und gaben es schlie\u00dflich in die Obhut der Jugendwohlfahrt, dann wurde die Adoption gerichtlich aufgel\u00f6st, das M\u00e4dchen lebt jetzt im Heim.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Verein &#8222;Family for you&#8220; sieht sich get\u00e4uscht<\/strong><br \/>\nVermittelt hat die Adoption Petra Fembek mit ihrem Verein &#8222;family for you&#8220;. Sie sagt, laut \u00e4thiopischem Recht sei sie verpflichtet, mit einem lokalen Vertreter zu arbeiten, und von dem sei sie get\u00e4uscht worden: &#8222;Das Problem liegt daran, dass man in \u00c4thiopien, bevor die Adoption durchgef\u00fchrt wird, eigentlich unzureichende Angaben \u00fcber das Kind bekommt. Man bekomme einen Zettel, auf dem ein Namen steht, und dass dieses Kind nicht HIV infiziert ist, keine Hepatitis hat und nicht an Syphilis leidet, und man bekommt ein Foto dazu.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Gegenseitige Vorw\u00fcrfe<\/strong><br \/>\nJetzt gibt es gegenseitige Vorw\u00fcrfe. Der Anwalt der \u00e4thiopischen Botschaft, Eric Agstner, wirft &#8222;family for you&#8220; Betrug und Rufsch\u00e4digung vor &#8211; was der Verein zur\u00fcckweist &#8211; und den Jugendbeh\u00f6rden in Nieder\u00f6sterreich, dass sie das M\u00e4dchen abschotten und verhindern, dass es nach \u00c4thiopien zu seiner leiblichen Mutter kommt. Denn die sei mittlerweile ausfindig gemacht, und das M\u00e4dchen habe schon mehrmals den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, zu ihr zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><strong>DNA -Test als Beweis <\/strong><br \/>\nDer zust\u00e4ndige Bezirkshauptmann Heinz Zimper sagt, das Ziel sei eine R\u00fcckkehr zur Mutter, man wolle aber durch einen DNA -Test sicherstellen, dass diese Frau auch tats\u00e4chlich die Mutter ist. Das Kind habe jetzt schon zwei abgebrochene Beziehungen hinter sich, ein drittes Mal w\u00fcrde es das nicht verkraften.<\/p>\n<p><strong>Bezirkshauptmannschaft am Zug<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Rechtsanwalt Agstner ist die Bezirkshauptmannschaft am Zug. &#8222;Ich habe durchaus pers\u00f6nliches Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass DNA abgetestet wird. Es wurde der Bezirkhauptmannschaft bereits schriftlich kundgetan, dass man nach \u00e4thiopischem Recht die Mutterschaft durch die Tatsache der Geburt durch die Mutter bewiesen wird und durch sonst nichts. Es w\u00e4re an sich in irgendeiner Weise denkbar, Gewebsproben zu bekommen. Ich, pers\u00f6nlich habe das auch mehrfach bereits in Addis Abeba angeregt. Aber die \u00e4thiopischen Beh\u00f6rden stehen nicht ganz zu unrecht auf dem Standpunkt: sie haben den Fall aufgekl\u00e4rt. Das Kind hat den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, zur\u00fcckzukehren. Das ist \u00fcbrigen beschlossene Sache und mit dem Jugendsamt abgesprochen.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Bezirkshauptmann sind die \u00e4thiopischen Beh\u00f6rden am Zug, er will die Mutter nach \u00d6sterreich einladen, man k\u00f6nne dann hier einen DNA-Test machen, und die Mutter k\u00f6nnte sich wieder an ihr Kind gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><strong>Auslandsadoptionsgesetz gefordert<\/strong><br \/>\n&#8222;Wir haben Alle Fehler gemacht&#8220;, sagt die Obfrau von &#8222;family for you&#8220;, Petra Fembek. Sie fordert ein \u00f6sterreichweites Auslandsadoptionsgesetz, damit solche Trag\u00f6dien nicht mehr passieren.<\/p>\n<p><strong>Adoptionsgesetz in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern<\/strong><br \/>\nIn den meisten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gebe es so etwas, so Fembek. &#8222;In allen anderen L\u00e4ndern Europas gibt es Stellen, die sich zentral damit befassen und auseinander setzen und schauen, wie die Bedingungen in der Herkunftstaaten sind, und habe ich gen\u00fcgend Sicherheit, dass ich wei\u00df, wo das Kind herkommt, wie das Kind zur Adoption freigegeben worden ist, und ob alles versucht worden ist, f\u00fcr dieses Kind eine wirkliche gute Zukunft im eigenem Land zu haben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Justizministerium: Einzellfall<\/strong><br \/>\nIhr Verein habe die Konsequenzen gezogen, sagt Fembek, und arbeite in \u00c4thiopien und Nepal nicht mehr. Aus dem Justizministerium hei\u00dft es, dazu, das sei ein Einzelfall, ein Anlassgesetz sei nicht geplant. Wie es mit dem \u00e4thiopischen M\u00e4dchen nun weitergeht, kann im Moment niemand beantworten.<\/p>\n<p><strong>J\u00e4hrlich Hunderte Kinder vermittelt<\/strong><br \/>\n\u00c4thiopien f\u00fchrt die Adoptionshitliste an: J\u00e4hrlich werden Hunderte Kinder an Adoptiveltern aus aller Welt vermittelt. Viele \u00e4thiopische Kinder leben auf der Stra\u00dfe, verwaist durch AIDS und Armut, viele landen in den v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten Waisenh\u00e4usern.<\/p>\n<p><strong>Mehr<\/strong> dazu in\u00a0<a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/inforadio\/79484.html\" target=\"_blank\">\u00d61 Inforadio<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Date: 2007-08-08 L\u00e4nge: 3:36 min \u00d61 Mittagsjournal &#8211; Barbara Gansfu\u00df Das Kind kam nach \u00d6sterreich, und bald stellte sich heraus, dass die Angaben \u00fcber Alter und Herkunft des M\u00e4dchens nicht gestimmt haben. 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